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Gästen absagen macht uns keinen Spaß -

Ein paar Worte in eigener Sache

Eines sei vorweggenommen: Wir lieben unseren Beruf, für unsere Gäste da zu sein und ihnen eine schöne Zeit zu bereiten!
Doch trotz Liebe und Leidenschaft für das was wir tun, es geht nicht alles und nicht immer.

Wenn wir also die Ausführung von Veranstaltungen ablehnen, keine Tischreservierungen mehr annehmen oder ein alternatives Zeitfenster vorschlagen, dann tun wir das ganz sicher nicht um unsere Gäste zu ärgern, sondern einzig und ausschließlich, weil wir unsere Leistungen so erbringen wollen, wie der Gast sie mit Recht erwartet.
Denn wie viele andere Berufszweige auch, sieht die Gastronomiebranche in Deutschland sich aktuell mit einem akuten Personalnotstand konfrontiert, der weitreichende Konsequenzen für die Betriebe und ihre Öffnungszeiten mit sich bringt.

Die Ursachen dieses Mangels sind vielfältig und sollen hier auch gar nicht ausgebreitet werden. Es sei dieser Stelle aber angemerkt, dass wir unsere Mühlengeister als „Partner“ sehen und nicht als „Personal“. Wir zahlen faire Löhne und versuchen die persönlichen Wünsche in Bezug auf die Arbeitszeitgestaltung umzusetzen. Die langjährige Betriebszugehörigkeit der meisten Kollegen spricht sicher dafür. Gerne würden wir auch eine Vier-Tage-Woche einführen, aber das ist beim derzeitigen Mitarbeiterstand nicht möglich.
Wie viele andere Restaurants und Cafés sind auch wir gezwungen, die Öffnungszeiten zu reduzieren, da wir nicht genügend Mitarbeiter haben, um einen durchgehenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Besonders in Stoßzeiten, wie am Wochenende oder an Feiertagen, führt dies zu Einschränkungen.

Diese Maßnahmen sehen wir als zwingend notwendig, um die Überlastung der vorhandenen Kollegen nicht auf die Spitze zu treiben. Unsere Mühlengeister sind ein einsatzfreudiges Team, welches bereitwillig Mehrarbeit leistet (die natürlich ausgeglichen wird) und eine Vielzahl von Aufgaben übernimmt, was zu höherer Arbeitsbelastung und Stress führt. Dies wiederum kann die Arbeitsqualität beeinträchtigen und erhöht die Gefahr von Fehlern und Unzufriedenheit sowohl bei den Kollegen als auch bei den Gästen.
Wenn wir also eine Reservierung absagen, an manchen Tagen geschlossen haben oder einfach deutlich früher als sonst in der Bierdiele die letzte Runde einläuten, dann nicht, weil wir in den letzten Jahren so unglaublich viel Geld verdient haben, dass wir es heute nicht mehr nötig haben zu öffnen. Nein, ganz sicher nicht!
Wenn wir darüber hinaus unsere Speisekarte reduzieren mussten, dann deshalb, weil wir mit frischen Produkten arbeiten und nicht genügend Köche zu Verfügung haben, um eine größere Auswahl an Gerichten anzubieten.

Wir möchten und werden jederzeit offen und im Vorfeld kommunizieren, wenn wir die Servicequalität nicht oder nur eingeschränkt aufrecht halten können. Denn auch wir wünschen uns Zeit für die individuelle Betreuung der Gäste.
Aber dafür möchten wir nicht beschimpft werden.
Wir verstehen natürlich die Enttäuschung, aber wenn die Gäste unser Haus unzufrieden verlassen, dann ist ja die Enttäuschung noch viel größer.

Langfristig muss jedoch auch die Gesellschaft ein Umdenken vornehmen. Die Wertschätzung für Berufe in der Gastronomie, im Handwerk und in der Pflege muss steigen, um mehr Menschen für diese Tätigkeiten zu gewinnen. Nur so kann der Personalnotstand überwunden und ein stabiles und qualitativ hochwertiges Angebot für die Gäste, Kunden und Patienten sichergestellt werden.

In diesem Sinne: Lasst uns verständnisvoll miteinander umgehen!

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